Der Name Christina Block steht für Erfolg, Geld und gesellschaftlichen Einfluss – doch seit einigen Jahren begleitet die Erbin der bekannten Steakhouse‑Kette Block House ein anderer, weit tragischerer Begriff: ein intensiver, internationaler Sorgerechtskampf mit ihrem Ex‑Mann und schwere Anschuldigungen wegen der Entführung ihrer Kinder. Im Zentrum stehen rechtliche Auseinandersetzungen vor deutschen und dänischen Gerichten, ein aufsehenerregender Prozess vor dem Landgericht Hamburg und nicht zuletzt die persönlichen Schicksale der betroffenen Kinder, darunter Tochter Greta.
Wer ist Christina Block?
Christina Block, Tochter des Hamburger Gastronomen Eugen Block, gehört zum Gründer‑ und Eigentümerkreis der Steakhouse‑Marke Block House, einer der bekanntesten Restaurantketten Deutschlands. Sie war mit Stephan Hensel verheiratet, mit dem sie vier Kinder bekam – darunter ihre Tochter Greta, die aktuell gemeinsam mit ihrer Mutter in Hamburg lebt.
Nach der Scheidung begann ein langjähriger Streit um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder, der sich über Jahre hinweg durch die Medien zog. Während einige Kinder beim Vater in Dänemark leben, blieb Greta bei ihrer Mutter in Deutschland.
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Wie entwickelte sich der Sorgerechtsstreit?
Schon lange vor dem dramatischen Silvesterfall 2023 war der Konflikt zwischen Block und Hensel von gerichtlichen Auseinandersetzungen geprägt. Nach der Trennung hatte es unterschiedliche Entscheidungen über das Aufenthalts‑ und Sorgerecht gegeben:
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Deutsche Gerichte sprachen Christina Block zeitweise das Aufenthaltsbestimmungsrecht für ihre Kinder zu.
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Dänische Gerichte entschieden hingegen mehrfach zugunsten des Vaters, insbesondere für zwei der jüngeren Kinder.
Im Mai 2025 kam es zu einer weiteren bedeutenden Entscheidung: Ein dänisches Familiengericht entzog Christina Block nicht nur das Sorgerecht, sondern auch das Umgangsrecht für zwei ihrer Kinder zugunsten des Vaters. Das Gericht begründete dies mit dem traumatischen Zustand der Kinder und deren Wunsch, keinen Kontakt zur Mutter zu haben.
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Die dramatische Silvesternacht 2023/24
Der Fall erregte internationales Aufsehen, als die Staatsanwaltschaft Hamburg Christina Block im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Entführungsfall anzeigte. In der Silvesternacht 2023/24 sollen zwei der gemeinsamen Kinder (damals zehn und 13 Jahre alt) im südlichen Dänemark aus der Obhut ihres Vaters geholt worden sein. Nach Polizeiangaben soll eine Gruppe Männer den Vater angegriffen und die Kinder gewaltsam in ein Fahrzeug gebracht haben. Anschließend seien sie nach Deutschland überführt und dort im Haus von Block festgehalten worden.
Die Vorwürfe gegen Block lauten unter anderem:
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Schwere Kindesentführung
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Unrechtmäßige Freiheitsentziehung
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Körperverletzung
Block bestreitet alle Vorwürfe: Sie erklärt, sie habe den Entführungsauftrag nicht erteilt und nichts davon gewusst. Ihre Verteidigung argumentiert, dass dieser dramatische Vorfall im Kontext des langjährigen Sorgerechtskonflikts stehe.
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Der Strafprozess in Hamburg
Die Vorwürfe führten zu einem Prozess am Landgericht Hamburg, der seit Juli 2025 läuft. Wegen der besonderen Schwere des Falls – unter anderem wegen des Verdachts eines internationalen Entführungsauftrags – finden die Verhandlungen in einem Hochsicherheits‑Gerichtssaal statt.
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Es sind mehrere Mitangeklagte involviert, darunter Bekannte von Block und Personen, die laut Staatsanwaltschaft am mutmaßlichen Entführungsplan beteiligt gewesen sein sollen.
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Die Verhandlungen wurden mehrfach verlängert und es sind zahlreiche ** zusätzliche Termine** bis Ende 2026 angesetzt.
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Der Vorwurf, Block habe versucht, Zeugen zu beeinflussen, führte sogar zu einer Richterwarnung im Gerichtssaal.
Block und ihre Anwälte sehen in dem Prozess eine verzerrte Darstellung und wollen ihre Unschuld beweisen.
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Tochter Greta – Welche Rolle spielt sie?
Im Gegensatz zu ihren jüngeren Geschwistern ist Greta, eine der vier Töchter von Christina Block, nicht direkt im Entführungsfall involviert. Sie lebt weiterhin bei ihrer Mutter in Hamburg und wurde bislang nicht als Zeugin vor Gericht gehört. In einigen Medienberichten wird dargestellt, dass der Kontakt zwischen Christina Block und ihrer Tochter gelegentlich von Belastungen im Zusammenhang mit dem Streit geprägt ist.
Greta steht im Mittelpunkt der familiären Auseinandersetzungen, auch wenn sie selbst öffentlich kaum auftritt und rechtlich nicht unmittelbar involviert ist. Sie ist ein Beispiel dafür, wie persönliche Schicksale und Kindeswohl in medialen Rechtsfällen schnell in den Fokus geraten, selbst wenn sie nur indirekt beteiligt sind.
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Internationale Rechtslage und Kritik
Ein zentrales Element des Falles ist die Frage nach der Zuständigkeit internationaler Gerichte. Deutsche Familiengerichte erklärten sich mehrmals für nicht mehr zuständig, nachdem die Kinder einen dauerhaften Wohnsitz in Dänemark hatten. Dänische Gerichte erkennen deutsche Entscheidungen teilweise nicht automatisch an, was den Konflikt zusätzlich verkompliziert.
Juristen und Familienrechtsexperten äußern sich kritisch über die widersprüchlichen Zuständigkeiten und die Belastungen, die daraus für Familien entstehen können. Diese Situation verdeutlicht auch die Herausforderungen im europäischen Familienrecht, wenn nationale Unterschiede beim Umgang mit internationalen Sorgerechtsfällen bestehen.
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Öffentliche und emotionale Reaktionen
Der Fall hat in Deutschland und darüber hinaus große öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Die Meinungen sind gespalten:
➡️ Kritiker sehen in Christina Block eine Mutter, die über das Ziel hinausgeschossen ist und durch mutmaßlich gewaltsame Methoden versucht hat, ihre Kinder zu sich zu bringen.
➡️ Unterstützer argumentieren, sie habe verzweifelt versucht, ihr Recht und das Wohl ihrer Kinder durchzusetzen, nachdem sie über Jahre hinweg juristisch blockiert wurde.
Medienberichterstattungen schildern emotionale, teils dramatische Szenen vor Gericht und im familiären Umfeld, während Experten auf die psychischen Folgen solcher Auseinandersetzungen für Kinder hinweisen.
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Fazit
Der Fall Christina Block und ihre Tochter Greta ist mehr als nur ein Promi‑Skandal. Er zeigt die Zerbrechlichkeit familiärer Beziehungen in einem Rechtsstreit, der durch nationale Grenzen, widersprüchliche Gerichtsurteile und persönliche Emotionen geprägt ist. Die Balance zwischen rechtlicher Gerechtigkeit, Kindeswohl und gesellschaftlicher Bewertung bleibt ein zentrales Thema, das weit über diesen einzelnen Fall hinausreicht.
